Donnerstag
08. April 2021 20:00 Uhr

UNGARN

Hommage à Bartók | Abokonzert III

Béla Bartók | Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta
Joseph Joachim | »Notturno « A-Dur op. 12 für Solovioline und Streicher
Béla Bartók | »Tempo di Ciaccona« aus der Sonate für Solovioline
Joseph Haydn | Sinfonie Nr. 44 e-moll »Trauersinfonie«
Béla Bartók | Rumänische Volkstänze

MARC BOUCHKOV | Violine | Artist in Residence
HAMBURGER CAMERATA
GÁBOR HONTVÁRI | Leitung

19:00 Uhr | VORKONZERT MIT MODERATION
Schulorchester der Sophie-Barat-Schule
Bernd Achilles | Leitung

Gibt es ein authentisches ungarisches Idiom in der klassischen Musik?
Selbst der alles überstrahlende Stern am ungarischen Komponistenhimmel,
Béla Bartók, schreibt vielfach »europäisch«, obwohl doch gerade er, mit
Notenpapier und Phonograph ausgestattet, die authentische Volksmusik
dokumentiert hat … allerdings keineswegs nur in Ungarn: Rumänische Tänze
etwa adelt er durch ihre Verpflanzung in den altehrwürdigen Konzertsaal.
In seiner Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta siedelt er
eine ganze Schlagzeugbatterie ins klassische Orchester um, und in einem
Satz aus seinem letzten Kammermusikwerk »Tempo di Ciaccona« zaubert
er einen modernen Nachklang von Bachs berühmter Chaconne.
Auch der Gralshüter ernsthafter Geigenkunst in Deutschland, Joseph Joachim,
Freund und Berater von Johannes Brahms, stammt aus Ungarn – er verzichtet
darauf, damals verbreitete Ungarn- Klischees zu komponieren, sondern gibt sich
ganz … deutsch. Und Haydn? Er hat ja immerhin einige Jahrzehnte in Diensten
einer ungarischen Adelsfamilie gestanden. Den langsamen Satz seiner
e-moll-Sinfonie soll er sich für sein eigenes Begräbnis gewünscht haben,
und so fing sich die Sinfonie später den Namen »Trauersinfonie« ein.

Ticketpreise: 39 / 35 / 29 / 18 / 11 € zzgl. VVK-Gebühr | Schüler & Studenten 50% erm.
KONZERTKASSE GERDES | info@konzertkassegerdes.de | T. 040 / 45 58 02
sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen