IV. Abokonzert
16. April 2020 20:00

Souvenir de Paris

Klänge aus Frankreich

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie D-Dur KV 297 „Pariser Sinfonie“

Francis Poulenc
Konzert für 2 Klaviere d-moll

Maurice Ravel
Rhapsodie espagnole für Klavier zu vier Händen

Charles Gounod
Sinfonie Nr. 1 D-Dur

 

Mozart in Paris! Für seine Reise in die französische Metropole hatte er eine frische Sinfonie eingepackt, in der er alles auffuhr, was man in Paris zu goutieren wusste – und er erhielt auch den erwünschten „Szenenapplaus“ mitten in den Sätzen. Sonst allerdings verliefen seine Beziehungen zu Paris keineswegs so glänzend wie die von Haydn: Seine Mutter starb auf dieser Reise, und er konnte musikalisch nicht wirklich Fuß fassen. So öffnet der die Hamburger Camerata so erfolgreich prägende Dirigent Simon Gaudenz mit Mozart das Tor zur französischen Musik: Bei Francis Poulenc weiß man nie so genau, ob er gerade ernst oder ironisch ist: Das Konzert für zwei Klaviere bezieht sich ein wenig auf Maurice Ravels Klavierkonzert G-Dur, nimmt aber auch Mozarts d-moll-Konzert, das im Konzert am 21. Februar erklingt, ins Visier. Ist Mozart nun sein Vorbild oder parodiert er ihn…?

Maurice Ravel landete mit seiner Rhapsodie espagnole erst in der Nachwelt einen Erfolg – seine Zeitgenossen erwarteten wohl eher eine rassige spanische Klangexplosion, aber Ravel ließ sie eine komplexe Musik hören, die keineswegs nur vor spanischer Lebenslust trieft. Auf dem Klavier, Ravels eigenem Instrument, an dem er stets auch seine Werke komponierte, wird die filigrane Struktur des Satzes womöglich noch klarer als in der farbenreich blendenden Orchesterfassung.

Was passiert, wenn im Frankreich des 19. Jahrhunderts ein Komponist die ach so deutsche Gattung Sinfonie anfasst? Es kommt ein Meisterstück zustande, in dem Charles Gounod die deutsche Form mit französischem Esprit verbindet. Kein grüblerischer Komponist diesseits des Rheins könnte so etwas vollbringen!

Ticketpreise: 39 / 35 / 29 / 18 / 11 € zzgl. VVK-Gebühr