III. Abokonzert
21. Februar 2020 20:00

Martin Stadtfeld

Artist in Residence

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 98 B-Dur „Londoner Sinfonie“

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Nr. 1 F-Dur KV 37 Klavierkonzert Nr. 20 d-moll KV 466

Johann Nepomuk Hummel
Septett Nr. 2 C-Dur op. 114 „Militär-Septett“
Mitglieder der Hamburger Camerata

 

Was macht ein Pianist, der eine Sinfonie dirigieren will, sich aber nicht als Dirigent vor das Orchester stellen möchte? Er macht genau das, was man im 18. Jahrhundert auch oft gemacht hat: Er leitet das Orchester vom Tasteninstrument aus, wie es etwa Joseph Haydn gehandhabt haben soll. Auch noch seine Sinfonien für das Musikzentrum London aus den 1790er Jahren können mit einem Tasteninstrument aufgeführt werden. Nach der Revolution in Paris 1789 hatte sich der internationale Star Haydn nach London orientiert und dort enorme Erfolge gefeiert – jede seiner sogenannten Londoner Sinfonien ist ein Meisterwerk.

Haydns jüngerer Kollege und Freund Mozart hat manche seiner Klavierkonzerte selbst vom Solistenplatz aus geleitet – ob allerdings in seinem 1. Klavierkonzert, das er mit elf Jahren verfasst hat, Marketing-Experte Vater Leopold seinem Wunderkind hier und da den Stift geführt hat, wird man wohl nie ergründen können. Mit seinem d-moll-Konzert von 1785 ist Wolfgang Amadeus dem Einfluss seines Vaters längst entwachsen – das ist sicher ureigenster Mozart mit der unnachahmli- chen Mischung von Ernst und Leichtigkeit. Johann Nepumuk Hummel war geradezu ein Ziehsohn von Haydn und Mozart. Der erfolgreiche Komponist und Pianist lebte förmlich im Hause Mozart; Haydn empfahl ihn 1804 als seinen Nachfolger in Esterházy, und man war dort klug genug, das zu tun, was der alte Musikmeister vorschlug. Hummel schrieb Musik der Zeit nach Haydn und Mozart, aus der wir vornehmlich die Werke eines ziemlich schrägen Vogels kennen: Ludwig van Beethoven.

 

Ticketpreise: 39 / 35 / 29 / 18 / 11 € zzgl. VVK-Gebühr


Martin
Stadtfeld

Klavier, Artist in Residence