Donnerstag
18. März 2021 20:00 Uhr

Franz und die Franzosen

III. Kryptakonzert

Werke von Franz Schubert, Eric Satie, Francis Poulenc und Ernest Chausson

PIA DAVILA, SOPRAN
LINDA LEINE, KLAVIER
JOHANN-PETER TAFERNER, KLARINETTE
JOANNA KAMENARSKA und PASCAL STIERL, VIOLINEN
FRIEDEMANN RAMSENTHALER, VIOLA
SAMUEL SELLE, VIOLONCELLO

Klar, Sopran und Klavier, das kennt man. Und das bekommt man im dritten Kryptakonzert
auch zu hören, Klavierlieder aus Frankreich stehen auf dem Programm.
Aber dann wird es auch schon ungewöhnlich: Viel seltener – viel zu selten, könnte
man sagen – mischen Komponisten den Klang der Solostimme mit anderen
Instrumenten. Schubert zum Beispiel fügte in seinem Kleinod »Der Hirt auf dem
Felsen« eine obligate Klarinette hinzu – ein Weg, den er nicht weitergehen konnte:
Die innige, berührende Musik ist seine vorletzte Komposition. Andere Komponisten
machten sich ans Werk: Aribert Reimann arrangierte Klavierlieder von Schubert zu
»Streichquartettliedern« – nicht in den klaren Anschlag eines Klaviers wird die
Singstimme da gebettet, sondern in die weichen Federn der singenden Streicher.
Schuberts »Ständchen« in einer Fassung für Sopran und Klaviertrio legt die
verborgenen Farben des Klaviersatzes offen. Der Franzose Ernest Chausson ließ
sich nicht lumpen und gab der Sängerin in seinem »Chanson perpetuelle« ein
Klavier und ein Streichquartett an die Hand. Zu den Klavierliedern tritt – in guter
Tradition des 19. Jahrhunderts – gleichrangige Kammermusik. Die immer wieder
mit der menschlichen Stimme verglichene Klarinette singt da ohne Worte, darf
aber noch viel andere ihrer Facetten präsentieren, etwa in Francis Poulencs
Sonate, die zu seinem eigenen Requiem werden sollte.

Tickets: 29 € zzgl. VVK-Gebühr
KONZERTKASSE GERDES | info@konzertkassegerdes.de | T. 040 / 45 58 02
sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen