Marc Bouchkov - Violine

I Artist in Residence

Der Ausdruck in der Musik ist es, der Marc Bouchkov stets antreibt. Sein Spiel ist nicht nur begründet auf einer umfassenden Kenntnis der Partituren, des historischen Kontexts und der Authentizität der Interpretation, er versteht seine Aufführung auch als unmittelbare Vermittlung von Inhalten. Die Nähe des Klangs der Geige zur menschlichen Stimme ist für ihn Inspiration und Antrieb, Gefühle und Emotionen wiederzugeben und für die Zuhörer erlebbar zu machen.

Marc Bouchkov wird 1991 in eine Geigerfamilie geboren. Von seinem Großvater Mattis Vaitsner erhält er den ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren. In der Folge lernt er bei Claire Bernard und Boris Garlitzky und studierte als junger Solist im Aufbaustudium von Oktober 2014 bis Juli 2017 bei Mihaela Martin an der Kronberg Academy. Seit Oktober 2018 befindet sich Marc Bouchkov in musikalischer Betreuung von Eduard Wulfson und unterrichtet augenblicklich selbst als Professor am Conservatoire Royale de Liège sowie, seit diesem Jahr, an der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein.

Marc Bouchkovs Weg ist gesäumt von zahlreichen internationalen Auszeichnungen. So gewinnt er Preise beim „Concours International pour Violon Henri Koch“, beim „Concours Reine Elisabeth“ sowie bei der „Montreal International Musical Competition”. Zuletzt wurde er mit dem Zweiten Preis des InternationalenTschaikowski Wettbewerbs ausgezeichnet und erhält den zum dritten Mal von der Kulturstiftung Dortmund vergebenen Förderpreis für Musik.

Die Konzerttätigkeit von Marc Bouchkov verläuft von Beginn an rasant und vielbeachtet von der Kritik. „Ohne Zweifel: ein außergewöhnliches Talent!“ schrieb die Neue Zürcher Zeitung nach seinem Auftritt 2016 mit dem Tonhalle Orchester Zürich und Lionel Bringuier.

Bouchkov hat mit renommierten Dirigenten wie Valery Gergiev, Stanislav Kochanovsky, Howard Griffiths, Andrey Boreyko und Christoph Eschenbach gearbeitet und mit dem Orchester des Mariinsky Theaters, dem Orchester National de Belgique, dem Sinfonica Nazionale Rai in Turin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Stavanger Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra de Liège, dem Moscow Philharmonic Orchestra und dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Auf Einladung von Mariss Jansons eröffnete er 2014 die Serie „Essentials“ mit dem Royal Concertgebouw Orchestra.

Sein vielseitiges kammermusikalisches Wirken verbindet Marc Bouchkov u. a. mit Künstlern wie Behzod Abduraimov, Christopher Park, Narek Hakhnazaryan, Adrien Boisseau und Georgy Dubko. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals wie Verbier und Davos Festival und dem Heidelberger Frühling und hat bereits in vielen renommierten Konzertsälen, wie dem Theater de la Ville in Paris, dem Konzerthaus Berlin und der Elbphilharmonie Hamburg gespielt. Im Oktober 2016 gab er sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall, wo er den London Music Masters Preis erhielt.

Im Herbst 2017 erschien sein erstes Album mit Werken von Ysaÿe, Chausson und eigenen Kompositionen im Rahmen der neuen harmonia#nova Reihe von harmonia mundi, das im November 2017 mit einem Diapason Découverte ausgezeichnet und für den ICMA 2018 nominiert wurde.

Höhepunkte der Saison 20/21 sind Auftritte mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt unter Stanislav Kochanovsky, dem Naples Philharmonic Orchester unter Juanjo Mena, so wie Konzerte in Asien u.a in Kuala Lumpur mit den Malaysia Philharmonic Orchestra, István Várdai und Lucas Debargue unter der Leitung von Kees Bakels und in Tokyo mit dem Nippon Symphony Orchestra. In der Saison 20/21 ist Marc Bouchkov zudem „Artist in Residence“ bei der Hamburger Camerata.

Mit seinen Kammermusikpartnern wird Marc Bouchkov beim Mozartfest in Augsburg, der Wigmore Hall London, der Philharmonie Köln und beim Verbier Festival zu erleben sein.

Foto: Juan C. Roa