Orchester

Die HAMBURGER CAMERATA ist das Kammerorchester der Hansestadt. Als kultureller Botschafter Hamburgs wirkt das Ensemble bei Gastspielen im In- und Ausland auch über die Grenzen der Stadt hinaus. In wechselnden Besetzungen, vom reinen Streichorchester bis zum schlank besetzten Sinfonieorchester, deckt die Camerata die gesamte stilistische Bandbreite vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik ab.

Gegründet wurde die HAMBURGER CAMERATA 1986 von einem Kreis befreundeter Musiker. Seit 1990 veranstaltet die Camerata ihre eigene, frei finanzierte Konzertreihe in der Hamburger Laeiszhalle. Mit Leidenschaft, Begeisterungsfähigkeit und innovativen Programmen erspielte das Ensemble sich seither ein anspruchsvolles, treues Stammpublikum. Zahlreiche herausragende Musikerpersönlichkeiten haben die Camerata dabei auf ihrem Weg begleitet. Von Anfang an gaben mit Ekkehard Richter und Claus Bantzer zwei Kirchenmusiker der Camerata wesentliche Impulse. Seit 1996 ist Ralf Gothóni dem Orchester als Gastdirigent eng verbunden. Max Pommer, der sich die künstlerische Leitung mit Claus Bantzer teilte, prägte von 2001 bis 2011 ein Jahrzehnt lang das Profil der HAMBURGER CAMERATA. Seit 2012 nahm die Camerata unter der Leitung von Simon Gaudenz einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer künstlerischen Entwicklung.

In ihren Programmen verbindet die HAMBURGER CAMERATA populäre Klassiker und selten gespielte Raritäten, Alte Musik und Zeitgenössisches. Crossover-Projekte wie „Classic & Jazz“ gehören ebenso zu ihrem Profil wie die Verbindung von Musik und Text. Typisch für den Geist der Camerata sind epochen- und genreübergreifende Programme, wie die Verbindung von Gustav Mahler mit den hintergründigen Songs der Hamburger Pop-Band „Kante“. Und die Camerata ist Hamburgs Ohr zu Welt: In Kooperation mit den hiesigen Generalkonsulaten widmete das Ensemble sich verschiedenen Musikkulturen rund um den Globus. Mit Kompositionsaufträgen an renommierte Komponisten wie Jan Müller-Wieland, Theo Brandmüller, Dan Dediu oder Peter Michael Hamel sowie zahlreichen Hamburger Erstaufführungen setzt die Camerata im Musikleben der Stadt seit 30 Jahren starke Akzente. Als der Hamburger Musikforscher Hans Joachim Marx 2001 ein lange verschollenes „Gloria“ von Georg Friedrich Händel wiederentdeckte, waren es die Musiker der HAMBURGER CAMERATA, die diesen Sensationsfund nach über 250 Jahren wieder zu musikalischem Leben erweckten.

Die HAMBURGER CAMERATA fördert auf allen Ebenen den musikalischen Nachwuchs: Das Ensemble kooperiert seit langem mit der Deutschen Stiftung Musikleben. Viele von der Stiftung ausgezeichnete, junge Solisten haben bei der Camerata ihrer ersten Karriereschritte gewagt. Im Bereich der Musikvermittlung hält die HAMBURGER CAMERATA ein umfassendes Angebot für alle Altersklassen vom Vorschulkind bis zum Jugendlichen bereit. Familien-, Schüler- und Elbwichtelkonzerte, Workshops für Musikerzieher, Kita-Besuche und Patenschaften bietet die Camerata an, um Kinder und Jugendliche nachhaltig an die Musik heranzuführen. In ihren Familienkonzerten machen Profis und Kinder gemeinsam Musik für Kinder. Dieses einzigartige Modell ist möglich dank der gewachsenen Zusammenarbeit zwischen der Camerata, der Jugendmusikschule und dem Kinderorchester „Saitenspiel“.

Zur Jubiläumssaison erscheinen die Veröffentlichungen HAMBURGER CAMERATA nun in einem neuen Design, das unsere vier Tätigkeitsbereiche deutlich herausstellt: Die Abonnementreihe in der Laeiszhalle, das Kinder- und Jugend-Programm, die zahlreichen Kirchenkonzerte in Hamburg und Norddeutschland sowie unsere neue Idee für die Hansestadt, die „Hamburger Stadtmusik“. Mit dieser Reihe bringt die HAMBURGER CAMERATA Musik direkt zu den Hamburgerinnen und Hamburgern an besondere Orte, die man bislang nicht mit klassischer Musik in Verbindung gebracht hätte.

Als kreatives und vielseitiges Spitzenensemble ist die HAMBURGER CAMERATA somit fest in der Stadt verwurzelt. Wir tragen Hamburg im Herzen.