Matthias
Kirschnereit

Klavier

Er ist ein Ausdrucksmusiker par excellence, der mit seinem Klavierspiel die spezifisch deutsche Klavierkunst fortsetzt.“ FAZ Matthias Kirschnereit zählt heute zu den spannendsten und erfolgreichsten deutschen Pianisten seiner Generation. Der ECHO Klassik-Preisträger wird von der Süddeutschen Zeitung als „Poet am Klavier“ gefeiert. Dabei folgt er seinem künstlerischen Ideal, den musikalischen Empfindungsreichtum, den erzählerischen Ausdruck und damit überhaupt die menschlichen Züge in der Musik aufzuspüren und zu vermitteln.
Matthias Kirschnereit konzertierte mit führenden Klangkörpern wie dem Tonhalle Orchester Zürich, St. Petersburger Philharmoniker, dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart, dem Konzerthausorchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, Camerata Salzburg sowie dem Münchner Kammerorchester und arbeitete mit Dirigenten wie Hartmut Haenchen, Bruno Weil, Christopher Hogwood, Carl St. Clair, Michael Sanderling, Alexander Liebreich und Yuri Temirkanov. Seine Konzerte sind in den bedeutendsten Sälen und Musikzentren der Welt zu erleben, so u.a. im Konzerthaus und in der Philharmonie Berlin, Herkulessaal München, Festspielhaus Baden-Baden, Théâtre des Champs Elysées Paris, Tonhalle Zürich, sowie Teatro Municipal Santiago
de Chile. Ebenso wichtig sind ihm aber auch kammermusikalische Momente in intimen Recitals, in denen er das Publikum mit seinen feinsinnig-intensiven Interpretationen zu fesseln versteht.
Seine besondere Liebe gilt der Kammermusik. Unter seinen musikalischen Partnern finden sich Namen wie Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Alban Gerhardt, Daniel Müller-Schott, Felix Klieser, Carolin Widmann, Ingolf Turban, Julian Steckel, Nils Mönkemeyer, Kit Armstrong, das Klenke-, Vogler- und Verdi- Quartett. Seit 2012 ist Matthias Kirschnereit Künstlerischer Leiter der Gezeitenkonzerte Ostfriesland – ein Festival unter Freunden, das von Jahr zu Jahr an Renommee gewinnt. Mittlerweile hat Matthias Kirschnereit über 30 CDs veröffentlicht, darunter Maßstab setzende Gesamteinspielungen der Klavierkonzerte Mozarts und Mendelssohns oder Referenzaufnahmen außergewöhnlichen Repertoires wie der Klavierkonzerte Julius Röntgens und der Orgelkonzerte Händels in einer eigenen Klavierfassung. Verschiedene Wettbewerbserfolge (Deutscher Musikwettbewerb, Concours Geza Anda Zürich, sowie die Klavierwettbewerbe in Sydney und Pretoria) eröffneten ihm Anfang der 1990er Jahre seine internationale Konzertkarriere. Bis dahin war sein Werdegang eher ungewöhnlich: Geboren in Westfalen, verließ er im Alter von neun Jahren Deutschland, um mit seiner Familie nach Namibia auszuwandern. Als 14-Jähriger kehrte er allein nach Deutschland zurück und wurde Jungstudent bei Prof. Renate Kretschmar-Fischer an der Musikhochschule in Detmold. Zusätzliche künstlerische Impulse erhielt er durch die intensive Zusammenarbeit mit Murray Perahia, Claudio Arrau, Bruno Leonardo Gelber und Oleg Maisenberg. Die in seiner internationalen Konzerttätigkeit gewonnene Erfahrung und seine künstlerischen Ideale gibt er als Professor an der Hochschule für Musik und Theater Rostock an kommende Generationen weiter. Er lebt heute mit seiner Familie in Hamburg.